Die Google Search Console einrichten dauert zehn Minuten: mit dem Google-Konto anmelden, eine Property anlegen (am besten als Domain-Property), die Inhaberschaft per DNS-Eintrag oder HTML-Tag bestätigen, die Sitemap einreichen und die Personen freigeben, die mit den Daten arbeiten. Erste Daten erscheinen nach zwei bis drei Tagen, die Leistungsdaten reichen danach bis zu sechzehn Monate zurück. Danach zählen drei Berichte: Leistung, Seiten und URL-Prüfung.
Was ist die Search Console und was zeigt sie nicht?
Die Search Console ist Googles kostenloser Bericht an Website-Betreiber: für welche Suchanfragen die Website erschienen ist, wie oft geklickt wurde, auf welcher Position, und welche Seiten Google kennt, indexiert hat oder ausgelassen hat. Sie zeigt nicht, was Besucher auf der Website tun, dafür gibt es Analytics. Und sie zeigt nicht, wie oft ein Begriff insgesamt gesucht wird, dafür gibt es den Keyword-Planer.
Für einen Firmenblog ist sie das wichtigste Werkzeug, weil sie die einzige Quelle für zwei Fragen ist: Welche Fragen stellen Menschen, für die Google uns schon zeigt, und welche unserer Seiten hat Google überhaupt aufgenommen.
Schritt 1: Property anlegen
Unter search.google.com/search-console mit dem Google-Konto anmelden, das dauerhaft zum Unternehmen gehört, nicht mit dem Konto einer Agentur oder eines Mitarbeiters. Dann „Property hinzufügen“. Es gibt zwei Arten:
- Domain-Property: erfasst alles unter der Domain, mit und ohne www, http und https, alle Unterverzeichnisse. Das ist die richtige Wahl für fast jede Website. Die Bestätigung geht nur über einen DNS-Eintrag.
- URL-Präfix-Property: erfasst nur genau die eingegebene Adresse, zum Beispiel https://www.beispiel.de. Sinnvoll als Ergänzung oder wenn kein Zugriff auf die DNS-Einstellungen besteht.
Wer unsicher ist: Domain-Property anlegen, und falls die DNS-Bestätigung scheitert, zusätzlich eine URL-Präfix-Property.
Schritt 2: Inhaberschaft bestätigen
Google muss wissen, dass die Website wirklich dir gehört. Fünf Wege stehen zur Wahl, einer reicht.
- DNS-Eintrag: Google zeigt einen TXT-Wert, der beim Domain-Anbieter (Strato, IONOS, Cloudflare, Hetzner) in die DNS-Einstellungen eingetragen wird. Einzige Methode für die Domain-Property. Die Bestätigung kann bis zu einem Tag dauern.
- HTML-Datei: eine Datei herunterladen und ins Hauptverzeichnis der Website hochladen.
- HTML-Tag: eine Zeile in den Kopfbereich der Startseite einfügen. In WordPress über das SEO-Plugin, in Shopify unter Onlineshop, Einstellungen.
- Google Analytics oder Tag Manager: wenn eines davon schon läuft und dasselbe Konto genutzt wird.
Den Bestätigungsnachweis nie wieder entfernen. Wird die Datei oder der Tag gelöscht, verliert das Konto den Zugriff.
Schritt 3: Sitemap einreichen und Nutzer freigeben
Unter „Sitemaps“ die Adresse der Sitemap eintragen, meist /sitemap.xml oder bei WordPress /sitemap_index.xml. Die Sitemap sagt Google, welche Seiten existieren und wann sie zuletzt geändert wurden. Sie ersetzt keine interne Verlinkung, aber sie ist die Liste, mit der Google abgleicht.
Unter „Einstellungen, Nutzer und Berechtigungen“ die Personen hinzufügen, die mit den Daten arbeiten: Mitarbeiter als „Uneingeschränkt“, Agenturen und Dienstleister ebenfalls, aber mit dem eigenen Konto des Unternehmens als Inhaber. Wer die Inhaberschaft an eine Agentur abgibt, verliert bei einem Wechsel die Daten.
Schritt 4: Die drei Berichte, die zählen
| Bericht | Was er zeigt | Wofür man ihn braucht |
|---|---|---|
| Leistung | Suchanfragen, Klicks, Impressionen, Klickrate, Position je Anfrage und Seite | Themen finden, Quick Wins auf Position 8 bis 20, Titel verbessern |
| Seiten (Indexierung) | Welche Seiten indexiert sind und warum andere nicht: noindex, Weiterleitung, „gefunden, nicht indexiert“ | Erkennen, ob Google die Website überhaupt aufnimmt |
| URL-Prüfung | Status einer einzelnen Adresse, letzter Abruf, Canonical, Indexierung beantragen | Neue Artikel anstoßen, Probleme je Seite klären |
Die Daten erscheinen mit zwei bis drei Tagen Verzögerung und reichen sechzehn Monate zurück. Für Entscheidungen immer ganze Monate vergleichen, nie einzelne Tage. Wie aus dem Leistungsbericht konkrete Maßnahmen werden, steht in GSC-Daten für bessere SEO-Entscheidungen nutzen und in GSC Quick Wins: Long-Tail-Fragen mit Regex finden.
Die drei häufigsten Fehler nach der Einrichtung
- Nur die URL-Präfix-Property: Dann fehlen die Daten der www-Variante oder der http-Weiterleitungen, und die Zahlen sind unvollständig. Domain-Property nachziehen.
- Nie wieder reinschauen: Die Search Console schickt bei Problemen E-Mails, aber die Chancen stehen nur im Bericht. Ein fester Termin im Monat reicht.
- Sitemap mit noindex-Seiten: Seiten, die auf noindex stehen, gehören nicht in die Sitemap. Google wertet das als widersprüchliches Signal. Wir haben diesen Fehler selbst gemacht und erst durch den Seiten-Bericht gefunden.
Ein Hinweis zum Schluss: Wer die Search Console einrichtet und drei Monate später 70 Seiten unter „gefunden, zurzeit nicht indexiert“ sieht, hat kein technisches Problem, sondern eine neue Domain ohne Vertrauen. Was dann hilft, steht im Beitrag zur internen Verlinkung.
Häufige Fragen
Was kostet die Google Search Console?
Nichts. Die Search Console ist kostenlos und ohne Limit nutzbar. Es gibt keine Premium-Version. Kosten entstehen nur, wenn ein Dienstleister die Einrichtung übernimmt, was bei Zugriff auf die DNS-Einstellungen in zehn Minuten selbst erledigt ist.
Search Console oder Google Analytics, was braucht ein Firmenblog zuerst?
Die Search Console. Sie zeigt, wofür Google die Website anzeigt und welche Seiten indexiert sind, also ob der Blog überhaupt gefunden wird. Analytics zeigt, was Besucher danach tun. Ohne Suchdaten gibt es keine Themenplanung, ohne Besucherdaten lässt sich trotzdem arbeiten.
Wie lange dauert es, bis Daten in der Search Console erscheinen?
Zwei bis drei Tage nach der Bestätigung erscheinen die ersten Leistungsdaten, der Indexierungsbericht braucht teils eine Woche. Rückwirkend liefert Google keine Daten, die Erfassung beginnt mit der Bestätigung. Deshalb lohnt sich die Einrichtung am ersten Tag einer Website, nicht erst beim ersten Problem.
Weiterführend: SEO-Zahlen einfach erklärt: Klicks, Rang und mehr. Das Werkzeug dazu: GSC-Maßnahmenfinder.