Kurz gesagt: Google sagt nicht, wie viele Blogtexte im Monat ideal sind. Mehr Texte machen eine Website nicht automatisch besser oder erfolgreicher. Plane danach, welche Themen wirklich fehlen, wie viel Zeit du für gute Qualität hast und wie viel Zeit du für die Auswertung brauchst.
Warum es keine feste Zahl für alle gibt
Ein spezialisierter Handwerksbetrieb kann seine wichtigsten Kundenfragen vielleicht schon mit wenigen, aber sehr guten Texten beantworten. Ein Onlineshop mit vielen verschiedenen Produkten hat dagegen viel mehr mögliche Themen. Für beide dieselbe Anzahl an Texten vorzuschreiben, ergibt also keinen Sinn.
Google warnt sogar davor, einfach viele neue Texte zu veröffentlichen, nur weil man sich davon automatisch bessere Platzierungen erhofft. Eine bestimmte Textlänge oder Textmenge ist kein Ziel für sich. Wichtig ist, ob ein Text den Leuten, die ihn lesen, wirklich weiterhilft.
Vier Dinge, die deinen Rhythmus bestimmen
1. Wie viele echte Themen es gibt
Zähle nicht jede kleine Wort-Variante einzeln, sondern echte, unterschiedliche Fragen. „SEO Kosten" und „Was kostet SEO?" brauchen wahrscheinlich nur eine gemeinsame Seite, nicht drei ähnliche Texte. Ein neuer Text lohnt sich erst, wenn wirklich eine neue Frage beantwortet wird.
2. Wie nah ein Thema an deinem Angebot ist
Ein Thema sollte den Lesern helfen und zu dem passen, was dein Unternehmen macht. Ein Thema, das nur viele Klicks bringt, aber nichts mit deinem Angebot zu tun hat, nützt am Ende wenig. Wie du Themen richtig einordnest, zeigt der Beitrag informative Suchbegriffe richtig einordnen.
3. Wie viel Zeit du für gute Qualität hast
Zu einem guten Text gehören Recherche, Schreiben, Fakten prüfen, Links setzen, veröffentlichen und später pflegen. Wenn das für vier gute Texte im Monat gerade so reicht, sind zwölf schnell hingeschriebene Texte keine Verbesserung. Automatisierung kann dir mehr Zeit verschaffen, aber Qualität muss trotzdem stimmen.
4. Wie viel Zeit du zum Auswerten hast
Ein neuer Text braucht Zeit, bis Google ihn überhaupt findet und einordnet. Das kann Tage bis Wochen dauern, ganz sicher ist das nie. Wer nur schreibt, aber nie nachschaut, was ankommt, erfährt nie, welche Texte verbessert oder zusammengelegt werden sollten.
Eine einfache Anleitung für die Monatsplanung
- Sammle echte Kundenfragen und Suchanfragen, die zu deinem Angebot passen.
- Fasse ähnliche Fragen zu einem Thema zusammen.
- Prüfe, ob es zu dem Thema schon eine Seite gibt. Vielleicht reicht ein Update statt eines neuen Texts.
- Entscheide, was zuerst drankommt: Wie wichtig, wie gefragt, wie viel Konkurrenz gibt es dazu?
- Schätze ehrlich, wie viele gute Texte du im Monat wirklich schaffst.
- Plane auch Zeit für das Überarbeiten alter Texte mit ein.
Ein guter Start: Beginne mit einem Rhythmus, den du drei Monate lang durchhalten kannst, inklusive Prüfung und Auswertung. Erhöhe die Menge erst, wenn das stabil klappt.
Neue Texte und Updates gehören zusammen
Eine wachsende Website sollte nicht nur endlos neue Seiten produzieren. Alte Texte können veralten, oder zwei Texte behandeln plötzlich fast dasselbe Thema. Deshalb gehört ein regelmäßiger Check der alten Texte mit in die Planung.
Die Zahlen aus der Google Search Console helfen dabei. Wird eine Seite oft gezeigt, beantwortet aber eine wichtige Zusatzfrage noch nicht, dann hilft oft eine Ergänzung mehr als ein ganz neuer Text. Steht eine Seite bei vielen Suchanfragen knapp nicht weit genug oben, hilft der Leitfaden für schnelle Erfolge mit der Search Console weiter.
Was Kontinuität wirklich heißt
Kontinuität heißt nicht, aus Pflicht jede Woche irgendetwas zu veröffentlichen. Es heißt: Themen suchen, schreiben, veröffentlichen, prüfen und verbessern hören nicht nach ein paar Wochen einfach auf. Ein Rhythmus, den du wirklich durchhältst, ist mehr wert als ein starker Anfang, dem danach ein halbes Jahr Stille folgt.
Genau hier hilft eine Content-SEO-Automatisierung: Die immer gleichen Arbeitsschritte laufen nach einem festen Standard. Du behältst deine Ziele und dein Wissen im Griff, während die Texte trotzdem regelmäßig weiterlaufen.
Was unsere Fallstudie zeigt und was nicht
Beim Onlineshop „Malle Sticker" wurden zwischen August und Oktober 2025 insgesamt 67 Blogtexte veröffentlicht. Gleichzeitig stiegen die Besucherzahlen deutlich. Das zeigt: In diesem einen Fall passte regelmäßiges Schreiben gut zu mehr Sichtbarkeit.
Das beweist aber keine allgemeine Idealzahl für alle Websites, und es beweist nicht, dass allein die Textmenge dafür verantwortlich war. Zeitpunkt, Jahreszeit, technische Voraussetzungen und andere Werbemaßnahmen spielen auch eine Rolle. Die vollständige Fallstudie trennt genau, was gemessen wurde und was nur eine Vermutung ist.
Woran du merkst: Du veröffentlichst zu viel
- Neue Texte beantworten eigentlich dieselbe Frage wie ältere Texte.
- Quellen und Zahlen werden nicht mehr richtig geprüft.
- Links zwischen den Seiten werden nur noch schnell irgendwo reingesetzt oder ganz vergessen.
- Viele Seiten werden kaum bei Google angezeigt, ohne dass jemand nachschaut, warum.
- Gute alte Texte werden nicht mehr verbessert, obwohl es sich lohnen würde.
- Die Leser finden viel Text, aber keine klare Antwort oder nächsten Schritt.
Woran du merkst: Du könntest mehr schreiben
- Du hast eine klare Liste mit wichtigen, noch unbeantworteten Fragen.
- Es gibt sichtbare Lücken bei wichtigen Themen.
- Schreiben und Prüfen laufen stabil, ohne dass sich etwas staut.
- Die Search Console zeigt neue, passende Suchanfragen.
- Deine Website ist technisch in Ordnung, funktioniert auf dem Handy und die Seiten sind gut miteinander verlinkt.
Häufige Fragen
Ist tägliches Bloggen besser für SEO?
Nicht automatisch. Täglich schreiben lohnt sich nur, wenn jedes Thema wirklich neu, wichtig und gut recherchiert ist.
Reicht ein Text im Monat?
Für ein kleines Thema kann das reichen. Bei einem großen Shop mit vielen Produkten ist das oft zu wenig. Es kommt darauf an, wie viele echte Themen es gibt.
Sollte man alte Texte löschen?
Nicht pauschal. Schau dir an: Wird der Text noch gelesen? Ist er noch aktuell? Gibt es Überschneidungen mit anderen Texten? Je nachdem hilft Aktualisieren, Zusammenlegen, Weiterleiten oder eben Löschen.
Vom Plan zum passenden Umfang
Wie viele Texte du wirklich brauchst, sollte sich aus deinen Themen ergeben, nicht andersherum. Im Gespräch schauen wir uns gemeinsam an, wie viele Themen es gibt und wie viel Zeit du hast.
Drei Unternehmen, drei unterschiedliche Rhythmen
Der richtige Rhythmus kommt nicht aus einer magischen Zahl. Er ergibt sich daraus, wie viele Themen es gibt, wie viel Zeit fürs Prüfen bleibt und wie gut die Website technisch aufgestellt ist.
Beispiel A · eine Fachperson
Es gibt zwölf wichtige Fragen, aber nur zwei Stunden im Monat zum Prüfen. Ein wirklich guter Text im Monat ist hier besser als vier oberflächliche.
Beispiel B · großer Onlineshop
Viele Produktfragen, gute Daten und ein eingespielter Ablauf erlauben zwei Texte pro Woche, solange sich die Themen nicht gegenseitig doppeln.
Beispiel C · neues Angebot
Das Angebot ändert sich gerade noch. Statt sofort viel zu schreiben, entstehen erst zwei bis drei wichtige Grundlagen-Texte, die man testet, bevor man mehr schreibt.
Warnzeichen
Zu viele unbearbeitete Texte stapeln sich, die Prüfung wird oberflächlich, oder alte Texte werden nicht mehr gepflegt. Dann: langsamer machen, bis wieder alles im Griff ist.
Google gibt keine bevorzugte Blog-Frequenz vor. Wichtig sind hilfreiche, verlässliche Texte, die den Lesern wirklich nützen. Wie oft du veröffentlichst, ist also deine eigene Entscheidung: Sie soll dir helfen, dranzubleiben, ohne dass Qualität und Prüfung darunter leiden.
SEOTHON-Regel: Starte mit dem schnellsten Rhythmus, den du zwölf Wochen lang durchhältst, inklusive Prüfung, Veröffentlichung und Auswertung. Erst wenn das gut läuft, schreibst du mehr.
Quellen
- Google Search Central: Hilfreiche, verlässliche und nutzerorientierte Inhalte.
- Gerrit Grunert: Methodisches Content Marketing.
- Ann Handley und C. C. Chapman: Content Rules.
Die drei Beispiele sind frei erfunden. Die zwölf Wochen sind eine Empfehlung von SEOTHON, keine Vorgabe von Google oder den genannten Büchern.