Google Ads und SEO sind zwei Wege, über die Google-Suche Kunden zu gewinnen. Bei Google Ads zahlst du für jeden Klick auf deine Anzeige, und die Besucher kommen sofort. Bei SEO bringen Beiträge Besucher ohne Klickpreis, brauchen aber Wochen bis Monate Anlauf. Welcher Weg sich lohnt, entscheiden Klickpreis, der Anteil der Besucher, die Kunde werden, und dein Zeitdruck.

Wie funktioniert Google Ads?

Google Ads ist die bezahlte Werbung in der Google-Suche, auch SEA genannt, also Suchmaschinenwerbung. Du zahlst für jeden Klick auf deine Anzeige einen Preis, den Preis pro Klick oder CPC. Wie hoch er ist, hängt von Suchbegriff und Konkurrenz ab. Hört dein Budget auf, verschwindet die Anzeige sofort.

Den Preis pro Klick siehst du vorab als Schätzwert im Keyword-Planer, einem kostenlosen Werkzeug von Google für Werbetreibende. Mehr dazu steht im Beitrag Preis pro Klick: SEO und Werbung trennen.

Wie funktioniert SEO im Vergleich?

SEO, die Suchmaschinenoptimierung, bringt deine Seiten in die normalen Suchergebnisse unter den Anzeigen. Dort zahlst du nicht pro Klick, denn Google nimmt für diese Plätze kein Geld. Den Platz verdienst du dir mit Beiträgen, die Fragen besser beantworten als andere. Das kostet Zeit oder Geld beim Schreiben, aber nichts pro Besucher.

Stell dir zwei Wege zum selben Ziel vor. Die Anzeige ist ein Taxi: sofort da, aber der Zähler läuft bei jeder Fahrt. Der Beitrag ist ein Weg, den du einmal anlegst und der danach Besucher bringt, solange er gefunden wird.

Was zeigt die Rechnung mit kostenlosen Klicks?

Die Rechnung vergleicht deine kostenlosen Klicks mit dem Preis, den dieselben Klicks als Anzeige gekostet hätten. Klicks mal Preis pro Klick ergibt einen Werbe-Vergleichswert. Er zeigt, wie viel Sichtbarkeit Beiträge aufgebaut haben. Er ist kein Umsatz, sondern zeigt, was dieselbe Sichtbarkeit als Anzeige gekostet hätte.

In unserem eigenen Onlineshop haben wir für die Rechnung 131 Suchbegriffe über drei Monate ausgewertet, zusammen 1.589 Klicks. 1.541 davon kamen über Informationssuchen, für die der Keyword-Planer einen geschätzten Klickpreis von etwa 1,00 Euro nannte. 48 kamen über Kaufbegriffe mit geschätzt 4,86 Euro pro Klick. Die Preise sind Schätzungen des Keyword-Planers für diesen Shop.

PostenRechnungErgebnis
Klicks über Informationssuchen1.541 × 1,00 Euro1.541,00 Euro
Klicks über Kaufbegriffe48 × 4,86 Euro233,28 Euro
Gesamt1.589 Klicks1.774,28 Euro

Für deine eigene Seite rechnest du das mit dem Werbe-Vergleichsrechner durch. Die vollständigen Zahlen stehen in der Fallstudie zum Onlineshop.

Wann lohnt sich SEO für dein Unternehmen?

Ob sich SEO lohnt, rechnest du mit vier Zahlen aus deinem Betrieb: kostenlose Klicks im Monat, Anteil der Besucher, die Kunde werden, Deckungsbeitrag pro Kunde und SEO-Kosten im Monat. Der Deckungsbeitrag ist, was dir nach den direkten Kosten vom Umsatz eines Kunden bleibt. Deine Buchhaltung kennt diese Zahl.

Ein ausgedachtes Beispiel zeigt die Rechnung. Ein IT-Dienstleister bekommt 200 kostenlose Klicks im Monat. Einer von 200 Besuchern wird Kunde. Ein Kunde bringt im ersten Jahr 1.200 Euro Deckungsbeitrag. SEO kostet 300 Euro im Monat. Wer den Anteil der Besucher, die Kunde werden, nicht kennt, zählt drei Monate lang die Anfragen und teilt sie durch die Besuche.

PostenRechnung über 12 MonateErgebnis
Besucher im Jahr200 × 122.400
Neue Kunden2.400 geteilt durch 20012
Ertrag12 × 1.200 Euro14.400 Euro
SEO-Kosten300 × 12 Euro3.600 Euro
Überschuss14.400 Euro minus 3.600 Euro10.800 Euro

Ab 50 Klicks im Monat deckt der Ertrag in diesem Beispiel die Kosten, das ist die Gewinnschwelle, auf Englisch Break-even. Die Rechnung zeigt nur den Rechenweg, sie ist keine Vorhersage. Mit deinen eigenen Zahlen rechnet der Rechner Lohnt sich SEO?, die Schritte erklärt der Beitrag SEO-Wirtschaftlichkeit berechnen.

Wie lange dauert es, bis SEO wirkt?

Anzeigen laufen, sobald du sie freischaltest. Bei SEO dauert es länger, weil Google neue Seiten erst finden und einordnen muss. In unserem Onlineshop stiegen zuerst die Impressionen, also wie häufig Google die Seiten anzeigte, und danach die Klicks. Die Klicks pro Monat wuchsen in drei Monaten mit laufend neuen Beiträgen von 221 auf 2.825.

Wer in den nächsten drei Monaten Kunden braucht, startet deshalb nicht nur mit SEO. Anzeigen, Empfehlungen oder direkte Ansprache sind schneller, SEO läuft als zweites Gleis daneben.

Welcher Weg passt zu welcher Lage?

Anzeigen passen, wenn du schnell sichtbar sein musst und sich der Klickpreis für dich rechnet. SEO passt, wenn deine Kunden vor dem Kauf recherchieren und du Besucher aufbauen willst, die nicht mit dem Budget enden. Beides zusammen verbindet die Stärken: Anzeigen zeigen früh, welche Begriffe zu Anfragen führen.

WegGut fürGrenze
Google Adsschnelle Sichtbarkeit, Aktionenendet mit dem Budget, jeder Klick kostet
SEO-BeiträgeKunden, die vor dem Kauf recherchierenbraucht Wochen bis Monate Anlauf
BeidesTests mit Anzeigen, dauerhafte Besucher über Beiträgedoppelter Aufwand

Rechne bei beiden Wegen auch deine eigene Zeit mit, also die Stunden für Anzeigenpflege, Schreiben und Freigeben. Ohne diese Stunden wirkt jeder Weg günstiger, als er ist.

Was übernimmt SEOTHON bei diesem Vergleich?

SEOTHON übernimmt den SEO-Weg komplett mit eigener Software. Die Themen kommen aus Begriffen, bei denen deine Seite schon gefunden wird, also genau aus den Klicks, die diese Rechnung zählt. Jeder Beitrag wird geprüft und braucht mindestens 80 von 100 Punkten, du gibst frei, und danach werten wir aus, was ankommt.

Veröffentlicht wird direkt in WordPress und Shopify, in Wix, Webflow, Ghost, HubSpot und Joomla als Beta. Der Starter kostet 69 Euro im Monat für vier Beiträge, rund 17 Euro pro Beitrag, und ist monatlich kündbar. Ob sich die Rechnung für dich trägt, klären wir vorher in der SEO-Systemanalyse, die Pakete stehen auf der Preisseite.

Fazit

Anzeigen bringen Kunden schnell, Beiträge bauen Besucher auf, die nicht mit dem Budget enden, und die Rechnung mit deinen eigenen Zahlen zeigt, was sich für dich lohnt. Wenn du die Rechnung einmal gemeinsam durchgehen willst, sehen wir uns in der SEO-Systemanalyse deine Website vorab an, bis 31.12.2026 kostenlos und mit schriftlichem Ergebnis.

Häufige Fragen

Ist Google Ads oder SEO günstiger?

Ob Google Ads oder SEO günstiger ist, zeigen nur Zahlen aus deinem eigenen Betrieb. Anzeigen kosten bei jedem Klick Geld, SEO kostet laufend Geld für Beiträge, aber nichts pro Klick. Entscheidend sind Klickzahl, Kundenquote und Deckungsbeitrag. Mit diesen drei Werten rechnest du beide Wege gegeneinander.

Lassen sich Google Ads und SEO gleichzeitig nutzen?

Ja, Google Ads und SEO ergänzen sich gut. Die Anzeigen zeigen früh, welche Suchbegriffe zu Anfragen führen. Zu genau diesen Begriffen entstehen Beiträge, die danach ohne Klickpreis Besucher bringen. Der Aufwand ist doppelt, deshalb lohnt sich die Kombination, wenn ein klarer Plan dahintersteht.

Wie rechne ich meinen eigenen Break-even aus?

Den Break-even rechnest du in zwei Schritten. Zuerst teilst du den Deckungsbeitrag pro Kunde durch die Zahl der Besucher, die du für einen Kunden brauchst. Das ergibt den Wert eines Besuchers. Dann teilst du die monatlichen SEO-Kosten durch diesen Wert. Im Beispiel sind das 6 Euro pro Besucher und damit 50 Klicks im Monat.

Weiterlesen: Preis pro Klick: SEO und Werbung trennen, Fallstudie zum Onlineshop, SEO-Wirtschaftlichkeit berechnen.