Kurz gesagt: Impressionen zeigen, wie oft deine Seite bei Google zu sehen war. Klicks zeigen, wie oft jemand wirklich draufgeklickt hat. Die CTR zeigt das Verhältnis von beidem. Und die Position zeigt, wo deine Seite im Schnitt steht. In unserem Beispiel stiegen zuerst die Impressionen, dann erst die Klicks. Das kann ein gutes Zeichen sein, ein sicherer Beweis für Erfolg ist es aber erst zusammen mit den anderen Zahlen.

Diese vier Zahlen zeigt dir die Google Search Console

Die Google Search Console ist ein kostenloses Werkzeug von Google. Es zeigt dir vier wichtige Zahlen zu jeder Seite und jeder Suchanfrage. Jede Zahl sagt etwas anderes aus. Erst wenn du sie zusammen anschaust, verstehst du wirklich, was passiert:

  • Impressionen: so oft wurde deine Seite bei Google angezeigt. Dabei zählt es nicht, ob jemand draufgeklickt hat. Es zählt nur, dass sie sichtbar war.
  • Klicks: so oft haben Menschen wirklich auf deine Seite geklickt und sie besucht.
  • CTR (Klickrate): wie viel Prozent der Leute, die deine Seite gesehen haben, auch draufgeklickt haben. Das zeigt, ob dein Titel und dein Text in der Suche interessant klingen.
  • Ø Position: an welcher Stelle deine Seite bei Google im Durchschnitt steht. Platz 1 ist ganz oben, Platz 20 ist schon auf Seite 2.

So sahen diese Zahlen in einem echten Beispiel aus

Die folgenden Zahlen stammen aus einem echten Projekt: einem neuen kleinen Onlineshop, den wir drei Monate lang begleitet haben (die ganze Geschichte dazu steht in der vollständigen Fallstudie). Das sind die Zahlen von genau diesem einen Shop, nicht eine Regel, die für jede Website gilt:

KennzahlMonat 1Monat 2Monat 3
Impressionen16.147102.261186.884
Klicks2211.2352.825
CTR1,4 %1,2 %1,5 %
Ø Position24,27,26,4

Das Interessante daran: Die CTR blieb fast gleich, zwischen 1,2 und 1,5 Prozent. Trotzdem stiegen Impressionen und Klicks stark an, einfach weil die Seite viel öfter zu sehen war. Ob das an besseren Texten in der Suche lag oder an etwas anderem, lässt sich daraus allein nicht sicher sagen, weil sich gleichzeitig auch die Suchanfragen und Positionen verändert haben. Die durchschnittliche Position verbesserte sich außerdem von Platz 24 auf Platz 6. Das sind die Werte aus diesem einen Beispiel-Shop, bei anderen Websites können die Zahlen ganz anders aussehen.

Sechs Regeln, mit denen du die Zahlen richtig liest

  1. Steigende Impressionen können ein frühes Zeichen sein. In unserem Beispiel wuchs zuerst die Sichtbarkeit, dann erst kamen die Besucher. Ob das gut ist, sieht man aber erst zusammen mit den passenden Suchanfragen, der Position und der CTR.
  2. Die Position ist ein Durchschnittswert. Ein Wert unter 10 kann viele verschiedene Suchanfragen zusammenfassen, manche gut platziert, manche schlecht. Schau dir deshalb einzelne Suchanfragen genauer an, bevor du etwas änderst.
  3. Die CTR zeigt ein Symptom, keinen Grund. Eine niedrige Klickrate kann viele Ursachen haben: der Titel, die Position, was die Leute wirklich suchen, oder wie die Suchergebnisseite gerade aussieht.
  4. Kleine Zahlen schwanken stark. Wenn eine Seite nur wenige Impressionen hat, verändert schon ein einziger Klick die CTR stark. Schau dir deshalb lieber größere Zeiträume an.
  5. Denk an die Zeitverzögerung. Es dauert eine Weile, bis Google eine neue oder geänderte Seite überhaupt findet und einordnet. Schreib dir auf, wann du etwas geändert hast, und schau erst später wieder nach.
  6. Zusammenhang heißt nicht automatisch Ursache. Auch Jahreszeit, Trends oder ein Google-Update können der Grund für eine Veränderung sein. Prüfe deshalb immer mehrere mögliche Erklärungen, bevor du eine einzelne Woche bewertest.

Beispiel: Ein Artikel hat 4.000 Impressionen, aber nur 0,5 % CTR und steht im Schnitt auf Position 11. Das heißt nicht automatisch: „Der Artikel ist schlecht.“ Es heißt: „Diesen Artikel sollte man sich genauer ansehen.“ Vielleicht hilft ein klarerer Titel: das testet man dann und schaut sich danach an, ob es wirklich besser wurde.

Wie SEOTHON diese Zahlen automatisch nutzt

Diese vier Zahlen laufen im SEOTHON-Dashboard zusammen. Wenn zum Beispiel die Sichtbarkeit eines Themas steigt, die Position aber gleich bleibt, schlägt das System vor, sich das genauer anzuschauen oder den Artikel zu verbessern. Wie der ganze Ablauf funktioniert, zeigt So funktioniert's. Mehr zur Logik dahinter erklärt der Beitrag Wie Google-Search-Console-Daten zu Entscheidungen werden.

Fazit

Die wichtigste Regel: Schau dir nie nur eine einzelne Zahl an. Erst zusammen ergeben Impressionen, Klicks, CTR und Position ein Bild, dem man vertrauen kann. SEOTHON bringt diese Zahlen im Dashboard zusammen und macht daraus verständliche Vorschläge. Die Entscheidung triffst am Ende immer du.

Häufige Fragen

Welche der vier Zahlen ist am wichtigsten?

Keine für sich allein. Erst zusammen ergeben Impressionen, Klicks, CTR und Position ein verlässliches Bild.

Was bedeutet es, wenn Impressionen steigen, aber kaum Klicks dazukommen?

Das kann ein frühes Zeichen für mehr Sichtbarkeit sein. Ein Erfolg ist es für sich allein aber noch nicht. Schau dir dazu die Suchanfragen und die Position genauer an.

Reicht die Google Search Console allein, um das zu prüfen?

Für diese vier Grundzahlen ja. Für ein noch genaueres Bild lohnt sich zusätzlich ein Blick auf einzelne Suchanfragen und Seiten, wie im Beitrag zu GSC-Daten beschrieben.

Praxis · Beispiel

Beispiel: Mehr Sichtbarkeit, aber weniger Klickrate

Eine Seite wächst innerhalb von 28 Tagen von 10.000 auf 16.000 Impressionen und von 300 auf 330 Klicks. Die Sichtbarkeit steigt also um 60 %, die Klicks aber nur um 10 %. Rechnerisch sinkt dadurch die Klickrate von 3,0 auf etwa 2,1 %.

Das ist nicht automatisch schlecht. Vielleicht wird die Seite jetzt auch für neue, zusätzliche Suchanfragen angezeigt, nur eben auf einer schlechteren Position. Diese neuen Impressionen zählen zwar mit, bringen aber noch nicht viele Klicks. Genauso möglich: Mehr Impressionen kommen vom Handy, oder die Suchergebnisseite hat sich verändert.

Schritt 1: genauer hinschauen

Schau dir Marken-Suchanfragen und andere Suchanfragen getrennt an. Genauso Geräte, Länder und einzelne Seiten.

Schritt 2: eine Vermutung aufstellen

Zum Beispiel: Die neuen Impressionen kommen vor allem von Position 12 bis 18, zu einer ähnlichen, aber anderen Frage.

Schritt 3: passend reagieren

Verbessere gezielt den Abschnitt zu dieser neuen Frage. Tausche nicht sofort den ganzen Titel oder die ganze Seite aus.

Schritt 4: Erfolg prüfen

Schau dir nach einiger Zeit dieselben Zahlen noch einmal an. Denk dabei an Jahreszeit und andere Änderungen, die auch eine Rolle spielen könnten.

SEOTHON-Regel: Eine einzelne Zahl zeigt nur ein Symptom. Erst das Zusammenspiel aus Suchanfrage, Seite, Position, Klicks und Zeit zeigt, was wirklich los ist.

Quellen

  1. Google Search Central: Leistungsdaten der Search Console richtig lesen.
  2. Google Search Central: Rückgänge im Suchtraffic untersuchen.
  3. Avinash Kaushik: Web Analytics 2.0.

Die Zahlen in diesem Beispiel dienen nur zur Veranschaulichung. Sie zeigen mögliche Erklärungen, sind aber kein Beweis für eine bestimmte Ursache.

SEOTHON-Team

Wir schreiben verständlich über Content-SEO, Automatisierung und was in der Praxis wirklich Rankings bringt.