Kurz gesagt: Für Steuerberatungskanzleien, Rechtsanwälte, Versicherungsmakler, Immobilienmakler und Unternehmensberater lohnt sich SEO vor allem über verständliche Texte zu genau den Fragen, die Mandantinnen und Mandanten vor dem ersten Gespräch googeln, nicht über allgemeine Fachartikel, die ohnehin nur Kolleginnen und Kollegen lesen. Am Beispiel Steuerberatung lässt sich das besonders klar zeigen.
Wie mögliche Mandantinnen und Mandanten wirklich suchen
Bei steuerlichen Themen lassen sich grob drei Arten von Suchen unterscheiden:
- „Steuerberater [Ort] Existenzgründung", „Steuerberater wechseln": konkreter Bedarf, oft mit Zeitdruck.
- „Muss ich [Situation] versteuern", „Was kann ich als [Berufsgruppe] absetzen": Unsicherheit, die lange vor einem Beratungstermin entsteht.
- „Steuererklärung Frist [Jahr]", „Was passiert bei verspäteter Abgabe": saisonale Suchspitzen rund um Fristen.
Die Kanzlei-Website beantwortet meist nur die erste Gruppe. Die zweite und dritte, oft die größere Menge an Suchanfragen, bleibt unbeantwortet.
Willst du wissen, ob sich das für deine Kanzlei lohnt? Im Video-Call schauen wir uns das online gemeinsam an. 30 Minuten, 25 €, wird bei einem Abo angerechnet. Am Ende weißt du, was sinnvoll ist.
Was das für dich bedeutet
Betreut eine Kanzlei zum Beispiel überdurchschnittlich viele Existenzgründerinnen und Gründer, steht das oft nur als Stichpunkt auf der Startseite. Dabei wird genau danach gesucht, mit konkreten Fragen wie „GmbH oder Einzelunternehmen". Ein eigener, verständlicher Text dazu erreicht Menschen genau in dem Moment, in dem sie unsicher, aber noch unentschlossen sind.
Der Nutzen in Zahlen
Verlässliche, öffentliche Zahlen speziell für Steuerkanzleien gibt es kaum, weil Mandantenstruktur, Spezialisierung und Region stark unterschiedlich sind. Wie schnell ein Ratgeber-Text sichtbar wird, hängt zusätzlich von Konkurrenz und Aktualität ab, denn steuerliche Regeln ändern sich jährlich. Eine feste Zeitangabe bis zu neuen Mandaten wäre unseriös. Für eine eigene Einschätzung hilft die Beobachtung über mehrere Monate: zusätzliche Besucher auf neuen Seiten, wie viele davon eine Anfrage stellen, und wie viele Anfragen zu einem neuen Mandat führen.
Was in der Praxis wirklich funktioniert
- Wiederkehrende Fristen-Themen aktuell halten. Texte zu Fristen und jährlichen Änderungen (zum Beispiel Steuererklärung, Grundsteuer) ziehen zuverlässig saisonale Suchanfragen an, wenn sie jedes Jahr aktualisiert werden.
- Zielgruppen-spezifische Fragen statt allgemeiner Ratgeber. „Was können Selbstständige absetzen" bringt mehr als ein allgemeiner Text über Steuern, weil er genau die Fragen der eigenen Wunsch-Mandantschaft trifft.
- Unsicherheit vor dem Wechsel abbauen. Ein Text, der erklärt, wie ein Kanzleiwechsel wirklich abläuft, erreicht Menschen genau in dem Moment, in dem sie unzufrieden, aber noch unentschlossen sind.
- Klare Verlinkung zur Kontaktaufnahme. Jeder Ratgeber-Text sollte klar zu einem Erstgespräch oder Kontaktformular führen, sonst verpufft die gewonnene Aufmerksamkeit.
Wann sich das (noch) nicht lohnt
Wenn eine Kanzlei ohnehin keine neuen Mandate annehmen kann, bringt zusätzliche Sichtbarkeit zunächst wenig, außer es sollen gezielt bestimmte, besser passende Mandate gewonnen werden. Ein veralteter oder unvollständiger Google-Unternehmenseintrag sollte in jedem Fall zuerst korrigiert werden.
Häufige Fragen
Dürfen Steuerberatungen frei mit Ergebnissen werben?
Nein. Die Berufsordnung setzt Grenzen, insbesondere bei Erfolgsversprechen. Sachliche, einordnende Information ist erlaubt und meistens ohnehin das, wonach gesucht wird.
Lohnt sich das auch für kleine Einzelkanzleien?
Ja. Meistens fehlt weniger das Wissen als die Zeit neben der laufenden Mandatsarbeit.
Wie schnell kommen dadurch neue Anfragen?
Das hängt von Region, Konkurrenz und Veröffentlichungsrhythmus ab. Saisonale Themen wie Fristen können schneller Wirkung zeigen als allgemeine Themen.
Ein Beispiel aus der Praxis
Eine Kanzlei betreut überdurchschnittlich viele Existenzgründerinnen und Existenzgründer, sagt das aber nur in einem Nebensatz auf der Startseite.
Leistungsseite:
Nennt die Spezialisierung auf Existenzgründung kurz.
Ratgeber-Text:
Beantwortet „Welche Steuern fallen bei der Gründung an" und „Wann lohnt sich eine GmbH gegenüber einem Einzelunternehmen".
Google-Unternehmenseintrag:
Vollständige, aktuelle Angaben, klare Kontaktmöglichkeiten.
Auswertung:
Nicht nur auf die Google-Position schauen, sondern ob gezielt neue Anfragen von Gründerinnen und Gründern entstehen.
Quellen
- Google Search Central: Dokumentation zu hilfreichem, nutzerorientiertem Content.
- Google Business Profile Help: Lokale Rankings. Relevanz, Entfernung, Bekanntheit.
- Eigene Erfahrungswerte aus der SEOTHON-Content-Produktion für Beratungsberufe.
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