Kurz gesagt: Follower und Fans sind wertlos, solange sie sich nicht in echte, direkt erreichbare Kontakte übersetzen lassen. Die eigene Website ist der einzige digitale Kanal, den ein Unternehmen vollständig selbst kontrolliert. Social-Media-Kanäle sollten diese Website ergänzen, nicht ersetzen.

Die gemietete Wohnung: ein treffendes Bild

Reichweite auf einer fremden Plattform aufzubauen gleicht dem Einrichten einer gemieteten Wohnung. Man kann viel Zeit und Geld investieren, Möbel kaufen, Wände streichen, trotzdem bleibt die Wohnung fremdes Eigentum. Ändert der Vermieter die Bedingungen, hat man wenig Handhabe dagegen. Bei Social-Media-Plattformen ist das genauso: Ein Algorithmus-Update kann von einem Tag auf den anderen entscheiden, wie viele der eigenen Follower einen Beitrag überhaupt noch zu sehen bekommen.

Ein konkretes Beispiel aus der Praxis

Seit etwa 2015 begrenzt eine bekannte Plattform die unbezahlte, organische Reichweite von Unternehmensseiten deutlich. Eine Seite mit 3000 Fans erreicht mit einem einzelnen unbezahlten Beitrag oft nur noch 5 bis 15 Prozent dieser Fans. Wer sich also jahrelang eine große Fangemeinde aufgebaut hat, erreicht davon plötzlich nur noch einen Bruchteil, ganz ohne selbst etwas verändert zu haben.

Die Konsequenz: Follower-Zahlen allein sagen wenig über den tatsächlichen Wert eines Kanals aus. Entscheidend ist, wie viele dieser Kontakte sich in echte, dauerhaft erreichbare Adressen übersetzen lassen, zum Beispiel über einen Newsletter.

Warum die eigene Website der Unterschied ist

Die eigene Website ist der einzige digitale Kanal, den ein Unternehmen vollständig selbst kontrolliert. Es gibt keinen Algorithmus, der plötzlich entscheidet, wie viele Besucherinnen und Besucher einen Artikel zu sehen bekommen. Was einmal veröffentlicht ist, bleibt dauerhaft auffindbar, solange die Seite technisch gepflegt wird.

Damit das funktioniert, sollte die Website als „Publisher" auftreten, mit regelmäßig wechselndem, für die Zielgruppe relevantem Content, statt als statische Unternehmensbroschüre. Sonst gibt es für Besucherinnen und Besucher keinen Grund zur Rückkehr. Genau das ist die Idee hinter einem kontrollierten Content-SEO-Betrieb: Themen, Texte und Veröffentlichung laufen als fester Ablauf, nicht als einmalige Aktion.

Was das für Social Media bedeutet

Das heißt nicht, Social Media zu ignorieren. Es heißt, Social-Media-Kanäle als Ergänzung zu verstehen, die Besucherinnen und Besucher zur eigenen Website führen, statt als Ersatz für die eigene Website. Wer neue Inhalte zusätzlich über Social Media streut, gewinnt zusätzliche Sichtbarkeit, ohne von der Plattform abhängig zu werden.

Praktischer Test für den eigenen Kanal-Mix

  • Wie viele der eigenen Follower lassen sich tatsächlich außerhalb der Plattform erreichen, zum Beispiel per E-Mail?
  • Was passiert mit der eigenen Reichweite, wenn die Plattform morgen ihre Regeln ändert?
  • Bekommt die eigene Website regelmäßig neue, relevante Inhalte, oder wirkt sie wie eine unveränderte Broschüre?
  • Führen die Social-Media-Beiträge Besucherinnen und Besucher aktiv zur eigenen Website, oder bleiben sie nur auf der Plattform?

Häufige Fragen

Sollte man Social Media dann ganz aufgeben?

Nein. Social Media eignet sich gut, um zusätzliche Aufmerksamkeit zu erzeugen und Besucherinnen und Besucher zur eigenen Website zu führen. Problematisch wird es erst, wenn die eigene Website vernachlässigt wird, weil alle Energie in gemietete Reichweite fließt.

Wie viele Follower braucht man wirklich?

Weniger als oft angenommen. Wichtiger als die reine Zahl ist, wie viele dieser Kontakte sich dauerhaft erreichen lassen, unabhängig von der Plattform.

Was ist der erste Schritt weg von reiner Plattform-Abhängigkeit?

Ein einfacher Anfang ist ein Newsletter oder eine andere Möglichkeit, Besucherinnen und Besucher direkt zu erreichen, statt sich allein auf organische Social-Media-Reichweite zu verlassen.

Baue auf einem Kanal auf, der dir wirklich gehört

SEOTHON sorgt dafür, dass deine eigene Website regelmäßig neue, relevante Inhalte bekommt, statt von Plattform-Algorithmen abhängig zu bleiben.

Praxis · Einordnung

Eigene Website und Social Media im Vergleich

Beide haben ihre Rolle, aber eine sehr unterschiedliche Ausgangslage.

Kontrolle

Website: vollständig selbst kontrolliert. Social Media: abhängig von fremden Algorithmus-Entscheidungen.

Haltbarkeit

Website: bleibt dauerhaft auffindbar. Social Media: einzelne Beiträge verlieren schnell an Sichtbarkeit.

Reichweite

Website: wächst mit echten Suchanfragen über Jahre. Social Media: kann sich durch Regeländerungen über Nacht verringern.

Beste Rolle

Website: das Zentrum der Strategie. Social Media: eine ergänzende Zuführung von Besucherinnen und Besuchern.

Wer beide Kanäle bewusst in dieser Rollenverteilung nutzt, bleibt unabhängig von einzelnen Plattform-Entscheidungen und baut trotzdem zusätzliche Sichtbarkeit auf.

SEOTHON-Regel: Jede neue Content-Idee bekommt zuerst einen festen Platz auf der eigenen Website. Erst danach wird geprüft, ob sich daraus zusätzlich ein Social-Media-Beitrag ableiten lässt.

Quellen

  1. Stephan Heinrich: Content Marketing: So finden die besten Kunden zu Ihnen, Springer Gabler.

Die Zahl von 5 bis 15 Prozent organischer Reichweite bei 3000 Fans stammt aus der genannten Quelle und ist ein historisches Beispiel, keine aktuelle, plattformspezifische Garantie.

SEOTHON-Team

Wir bauen Content für den Kanal, der dir wirklich gehört: deine eigene Website.